Freiwillige Feuerwehr Nieder-Weisel e.V.

 

Die Flammbinis

Betreuer:
Katrin Krausgrill, Theresa Bonarius, Nils Wilke, Annika Emmert Ellen Göbel Marx
Flammbinis:
Gian-Luca Apfel, Raphael Albrecht, Dean-Noel Apfel, Karina Feldenz, Shamil Knopp, Jamie Mohr,
Sophie Klingelhöfer, Flavio Schöppler, Julien Kreß, Noah Lewin Bill, Paul Klingelhöfer,
Jasmin Fiona Feldenz, Ben Mika Alles, Nele Häuser, Fiona Thönges, Quentin Thönges

 

Gründung der Flammbinis – Kinderfeuerwehr

Die Geschichte der Flammbinis begann am 14.03.2009. Der Gründungstag der Flammbini-Kinderfeuerwehrgruppe war ein voller Erfolg. Kinder zwischen 6 und 10 Jahren waren zusammen mit ihren Eltern ins Feuerwehrhaus in die Johanniterstraße gekommen, um sich ausführlich über die Kinderfeuerwehr, das geplante Programm und die Arbeit des Betreuerteams zu informieren - und - um sich evtl. schon gleich als Mitglied bei den Flammbinis anzumelden.

In offiziellen Grußworten von Bürgermeister Michael Merle, dem damaligen Stadtbrandinspektor Thomas Debus und seiner Stellvertreterin Bärbel Geretschläger sowie auch in der Begrüßungsrede des Wehrführers Alexander Heinz, beteuerte man die große Freude, ab sofort eine Kinderfeuerwehrgruppe vor Ort zu haben inkl. der hohen Bedeutung und Wichtigkeit der Nachwuchsförderung. Die 5 Gründungsmitglieder und gleichzeitigen Betreuerinnen der Flammbini-Gruppe Kathriona Reus, Katrin Krausgrill, Astrid Schömel, Ellen Göbel-Marx und Michaela Heinz stellten sich den Gästen vor und waren hoch erfreut, dass insgesamt 23 Kinder mit elterlicher Begleitung der Einladung zum „ersten Flammbini-Tag“ gefolgt waren.

Präsentiert wurde das Konzept der Flammbini-Kinderfeuerwehr, man beantwortete Fragen und nahm an diesem 1. Flammbini-Tag gleich von nahezu allen Kindern Mitgliedsanmeldungen entgegen.

Mit den Flammbinis wollte man den Kindern in Sachen Hobbys einiges bieten und daran hat sich seit der Gründung nichts geändert. Nicht nur sportliches sondern auch Spaß, Spiel und jede Menge Infos rund um das Thema Feuerwehr werden hier erlebbar. Durch ein abwechslungsreiches Programm aus Unterrichtseinheiten in Brandschutzerziehung, das Heranführen an Erste Hilfe, die Förderung von sozialem Verhalten, Ausflügen, Geschicklichkeitstrainings usw. werden Teamarbeit und engagierte Mitarbeit gefördert und die Kinder teilweise auch für ihre Umwelt sensibilisiert.

Am Gründungstag gab es begeisterten Applaus der Gäste - dieser galt dem Betreuerteam und dem angekündigten Programm genauso, wie Bürgermeister Merle und der Stellvertretenden Stadtbrandinspektorin Bärbel Geretschläger, als diese sich anboten, die Kosten des im April und Mai geplanten Kinder-Erste-Hilfe-Kurses zu übernehmen. Lange im Voraus hatten die Betreuerinnen den Kurs mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes bereits geplant.

Die Kinder, die eigentlichen Hauptpersonen des Gründungstages, kamen während der Elterninformationszeit ebenso auf ihre Kosten. Die Betreuerinnen erläuterten ihnen, was sie in den nächsten Wochen, bzw. Monaten bei den Flammbinis erleben werden. Jedes Kind bastelte sich einen eigenen Namensbutton, damit das allgemeine Kennenlernen leichter fällt. Die hochmotivierten Gesichter konnten es kaum abwarten, endlich richtig durchzustarten. Mit einer kleinen Führung durchs Feuerwehrhaus und anschließendem Gruppenfoto endete der Gründungstag mit viel guter Laune und einem hoch motiviertem Betreuerteam.

In wochenlanger Vorbereitungszeit klärte und prüfte das Team vorab formelle Dinge bzw. rechtliche Grundlagen und erstellte das Konzept und einen ersten Jahresplan. Dank des Nieder-Weiseler „ehrenamtlichen“ Künstlers Jarek Kantorowic, haben die Flammbinis ein eigenes Logo – Jarek Kantorovic designte der Gruppe zudem den ersten Jahreskalender.

Mit so viel Zuspruch am ersten Tag hatte niemand gerechnet – die 5 Betreuerinnen waren begeistert und blickten voller Tatendrang auf die zukünftige Jugendarbeit in ihrer Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Weisel.

 

Erlebnisreiche Flammbini-Zeiten

Ein buntes Repertoire an Aktionen, Unterrichtseinheiten, Ausflügen und Spielangeboten wird den Kindern seit der Gründung geboten. Für „jeden Geschmack“ ist etwas dabei und abwechslungsreich gestalteten die Betreuerinnen und Betreuer seither das Programm.

Der im Gründungsjahr angesprochenen Erste-Hilfe-Kurs wurden in den Folgejahren immer wieder angeboten um die Kinder für das Thema zu sensibilisieren.

Ständig tolle Abenteuer erleben

Unvergesslich waren die Besichtigungen eines Rettungswagens des Deutschen Roten Kreuzes oder der „Butzbacher Drehleiter“, die extra auf dem Nieder-Weiseler Festplatz vorgefahren war, um bestaunt und selbst bedient werden konnte.

Ein besonderes Highlight der letzten Jahre erlebten die Flammbinis mit Robert Winkler, dem Kreisausbilder des Kreisfeuerwehrverbandes Wetterau, der die Gruppe nun schon mehrfach besucht hat. Mit seinen explosiv und stimmungsgeladen Demonstrationen zeigt er auf, wie sich die Brenneigenschaften verschiedener Stoffe aus Haushalt und Garage verhalten und vermittelt den Flammbinis immer wieder „Vorsicht anstatt Angst“ im Umgang mit Feuer. Die mutigen Teilnehmer  trauten sich sogar am Ende der Veranstaltungen, den am Arm brennenden Robert selbst mit einer Löschdecke „zu löschen“ - ein unvergessliches Erlebnis!

„Spielerisch Feuerwehrmann sein“: Ein sehr aufregender Programmpunkt, bei dem Schläuche ausgerollt und angeschlossen sowie „löschen“ demonstriert und selbst ausprobiert wird. Diese Nachmittage begeistern die Flammbinis besonders, da sie mit den hierfür extra angeschafften kindgerechten „Einsatzgeräten“ selbst tätig werden können. Gut passende  Kinderhandschuhe schützen dabei vor Verletzungen. Natürlich darf an manchen Tagen eine Anprobe der „übergroßen“ Schutzkleidung der erwachsenen Feuerwehrkameraden nicht fehlen.

Die Themen Hydranten-Kunde oder Einführung in „Knoten & Stiche“ sind bei den Flammbinis genau so beliebt, wie Dorf-Ralleys mit dem Bollerwagen durch Nieder-Weisel.

Besuche bei anderen Hilfsorganisationen

Ganz besondere Ausflüge führten die Gruppe nach Frankfurt direkt ans Mainufer zur Besichtigung des Löschbootes der Frankfurter Wasserfeuerwehr oder auch zur Berufsfeuerwehr in Frankfurt. Die Polizeistation Butzbach ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, für die Flammbinis eine Besichtigung zu organisieren.

Kaum wegzukriegen waren die Kinder von bzw. aus der Atemschutzstrecke der Bad Nauheimer Feuerwehr, hier galt es wie die Erwachsenen im Dunklen durch die Strecke zu kriechen. Apropos „kriechen“: Bereits zweimal schon ging es mit Axt und Säge auf zum Survival-Training in den Hoch-Weiseler Wald. Mit allerhand Tipps und Tricks versorgte Thomas Babies aus Münster die Gruppe. Unter seinen Anleitungen bauten die Flammbinis, natürlich unter Beachtung einiger „Regeln zur Tier- und Pflanzenwelt“, einen Unterstand, reinigten Wasser und machten gemeinsam Feuer. Echte Naturburschen kamen hier zum Vorschein!

Zwischendurch stehen immer wieder Bastelstunden und spielerische Balance- und Geschicklichkeitsübungen auf dem Programm. Schon traditionell schnitzen die Kinder jährlich zu Halloween ihre eigenen Kürbis-gesichter und planen eine gemeinsame Weihnachtsfeier. Auch geht es mal zum Kegeln oder zum Bowlingspielen. Das Maislabyrinth darf ebenfalls nicht vergessen werden zu erwähnen.

„Professionelles“ Mitwirken am Aktionstag

Besonders präsentieren konnten die Flammbinis ihr Können in 2014 am Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Weiseler Marktplatz. „Professionell“ demonstrierten sie das Gelernte und begeisterten die Zuschauer. Als zusammenhaltende Mannschaft befolgten sie die Kom-mandos ihres „Flammbini-Gruppenführers“ und zeigten eine einwandfreie Löschübung. Hierfür wurde wochenlang kräftig geübt!

Aktive Feuerwehrkameraden/Innen sind bei verschiedenen Flammbini-Veranstaltungen immer wieder gerne unterstützend im Einsatz. Denn es ist wichtig, dass ein jeder Handgriff fachmännisch gezeigt und erklärt wird.

Umliegende Kinderfeuerwehrgruppen laden gerne zu Kinder-Olympiaden ein. Diese Kontakte wollen wir pflegen, zudem ist uns Geselligkeit und Teambildung sehr wichtig.

So hatte die Gruppe in 2014 an ihrer ersten Olympiade in Trais-Münzenberg teilgenommen und den stolzen 4. Platz belegt. Bei der  Kinderolympiade 2015 in Ober-Mörlen freuten sich die Flammbinis über den 17. Platz von 31 angemeldeten Gruppen. Bisher haben wir noch keine eigene Olympiade veranstaltet – was nicht ist, kann ja noch werden…

 

Flammbinis haben keine Langeweile

Das bunt gemischte Programm wechselt sich ab und besondere Highlights möchte man immer wieder präsentieren, sodass auch neue Mitglieder in den Genuss dieser Aktionen kommen.